Es gibt einen kleinen Ort an der Nordsee, an dem ich regelmäßig bin. Kein riesiges Nordsee-Bad mit endloser Promenade und Souvenirshops an jeder Ecke, sondern ein ruhiger, überschaubarer Ferienort, in dem man sich noch auf der Straße grüßt und der Bäcker seine Stammkunden kennt. Zum Strand sind es nur ein paar Minuten zu Fuß, die umliegenden Orte sind ähnlich beschaulich und leben hauptsächlich vom Tourismus.
Es gibt eine Frage, die mir in den letzten Jahren immer wieder gestellt wurde. Nicht von Börsenprofis. Nicht von Menschen, die täglich Aktienkurse verfolgen. Sondern von ganz normalen Menschen – Freunden, Bekannten, Kollegen. Die Frage lautet fast immer gleich:
„Ich würde ja gerne investieren … aber wie fängt man eigentlich an?“
In den kommenden Wochen und Monaten nehme ich dich mit auf meinem Weg, einen Etsy-Shop aufzubauen – von der ersten Idee bis (hoffentlich) zu den ersten Verkäufen.
2010 – Der Anfang von allem
Wenn mich heute jemand fragt, wann ich angefangen habe zu investieren, lautet die Antwort: 2010.
Ein Jahr, das für mich gleich aus zwei Gründen wichtig war. 2010 habe ich mich selbstständig gemacht und 2010 habe ich mein erstes Geld an der Börse investiert.
Rückblickend finde ich das fast schon passend. Denn beides hatte dasselbe Ziel: Nicht möglichst schnell reich zu werden. Sondern mir Schritt für Schritt mehr Freiheit aufzubauen.
Vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit.
Ölwechsel.
Die einfachste Lösung wäre gewesen, einen Termin in der Werkstatt zu vereinbaren, den Autoschlüssel abzugeben und ein paar Stunden später eine Rechnung zu bezahlen, bei der man sich kurz fragt, ob das Motoröl inzwischen mit Gold veredelt wird.
Wenn ich heute auf mein Aktiendepot schaue, bin ich zufrieden.
Nicht, weil es jeden Tag steigt. Nicht, weil jede Entscheidung perfekt war. Sondern weil ich über viele Jahre investiert geblieben bin.
Natürlich gab es Phasen, in denen die Kurse gefallen sind. Tage, an denen das Depot deutlich weniger wert war als noch wenige Wochen zuvor. Und ja – auch ich ertappe mich manchmal dabei, häufiger ins Depot zu schauen, als eigentlich nötig wäre.
Trotzdem hat mich eine Erkenntnis immer begleitet:






